Die Bootsmotor-Frühjahrswartung – Checkliste vor dem Zuwasserlassen


6 Min. Lesezeit


Planen und Priorisieren

Beginnen Sie mit dem Motor Unabhängig davon, ob es sich um ein Motor- oder Segelboot handelt, ist der Motor das Erste, worauf man sich konzentrieren sollte. Der Ölwechsel wird vorzugsweise im Herbst durchgeführt, aber das Kraftstoff- und Kühlsystem sollte im Frühling überprüft werden.

Rund um den Motor Propeller, Antrieb, Steuerung und Lenkung sollten vor jeder Saison überprüft werden.

Rumpf und Ausrüstung Priorisieren Sie die Unterwasseranstrich, um Bewuchs entgegenzuwirken. Überprüfen Sie auch die Sicherheitsausrüstung wie Gasprüfer, Bilgenpumpe und Feuerlöscher.

Kosmetisch Führen Sie Polieren, Wachsen und Leistungsoptimierung durch, wenn das Funktionale erledigt ist. Setzen Sie ein realistisches Ambitionsniveau. Was erledigt wird, ist besser als das, was nicht erledigt wird.

 

Kleine Checkliste – Innenbordmotor

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schmiersystem

Wenn Sie im Herbst kein Öl und keinen Ölfilter gewechselt haben, ist jetzt der richtige Zeitpunkt dafür. Fahren Sie den Motor warm und schalten Sie ihn dann ab. Warmes Öl lässt sich leichter abpumpen und somit einfacher entfernen. Verwenden Sie eine spezielle Ölabsaugpumpe. Wechseln Sie den Ölfilter immer zusammen mit dem Öl. Beim Einfüllen von neuem Öl sollten Sie die richtige Ölqualität gemäß den Empfehlungen des Motorherstellers verwenden. Füllen Sie Öl bis zur Markierung „voll“ am Ölmessstab nach. Starten Sie den Motor und überprüfen Sie Ölverluste um Filter und Stopfen. Schalten Sie den Motor ab und überprüfen Sie den Ölstand am Ölmessstab regelmäßig.

 

Kühlsystem

Vor dem Zuwasserlassen müssen alle Schläuche, Faltenbälge usw. aus Gummi sehr sorgfältig überprüft werden. Gummiteile altern und reißen. Ersetzen Sie gerissene oder harte Teile. Überprüfen Sie, ob die Schlauchschellen richtig sitzen und nicht rostig sind. Spülen Sie den Seewasserfilter sauber. Wenn eine Süßwasserkühlung vorhanden ist, müssen der Gefrierpunkt des Frostschutzes und die Korrosionsschutzeigenschaften überprüft werden. Bei Bedarf wird die Glykol-/Wassermischung gewechselt. Die Glykoltypen (Ethylenglykol/Propylenglykol) dürfen nicht miteinander gemischt werden, sondern es sollte die gleiche Sorte wie zuvor nachgefüllt werden.

 

Kraftstoffsystem:

Vor der Saison ist es ratsam, den Kraftstofffilter zu wechseln, sowohl den am Motor als auch den Einsatz für den Wasserabscheider zwischen Tank und Motor. Lassen Sie gegebenenfalls Wasser aus dem Wasserabscheider ab. Überprüfen Sie den Kraftstofftank auf Bewuchs. Bei Dieselmotoren muss das Kraftstoffsystem bei Bedarf entlüftet werden. Überprüfen Sie Schläuche, Rohre, Anschlüsse, Deckseinfüllstutzen und Entlüftung des Kraftstoffsystems. Überprüfen Sie, ob der Kraftstofftank, der Deckseinfüllstutzen, die Rohre und die Entlüftung mit dem Motorblock geerdet sind, um statische Elektrizität zu vermeiden (Innenborder). Leckagen dürfen nicht auftreten – undichtes Kraftstoff kann nicht nur zu Motorstillstand führen, sondern stellt auch eine große Brandgefahr dar.

 

Elektrisches System:

Kontaktspray und 5-56 sind gut an Bord zu haben. Demontieren Sie das Armaturenbrett und lösen Sie die Kontakte, reinigen und besprühen Sie die Oberflächen, bevor Sie sie wieder montieren. Überprüfen Sie, ob alle Sicherungen intakt sind und der Hauptschalter funktioniert. Laden Sie die Batterien vollständig auf, überprüfen Sie die Polklemmen und saubere Anschlüsse. Tauschen Sie verschlissene oder grüne/korrodierte Kabel und Kabelschuhe aus. Überprüfen Sie die Landstromausrüstung. Gasschläuche aus Gummi müssen frisch sein und Gasdichtungen regelmäßig gewechselt werden. Wenn Sie ein Vakuumventil im Seewasserkreislauf haben – überprüfen Sie die Funktion. Wenn Sie einen schwarzen Gummischlauch in der Abgasanlage haben – überprüfen Sie die Kennzeichnung, z.B. „Black Jack“. Dieser sollte regelmäßig alle sieben Jahre gewechselt werden.

 

Getriebe (Antriebe und Wendegetriebe)

Wenn das Öl im Herbst nicht gewechselt wurde, tun Sie es jetzt. Anoden an AQ-Antrieben und S-Antrieben werden gewechselt, wenn ca. 50% abgenutzt sind. Hinter dem Propeller befindet sich ein Anodenring, und am AQ-Antriebsschild befindet sich oft ein weiterer. Verwenden Sie Zink, wenn Sie das Boot in Salzwasser oder Brackwasser betreiben, und Magnesium in Süßwasser. Metallfreie Bereiche am Antrieb sollten grundiert und dann nachlackiert werden. Am Antrieb befindet sich eine Presskappe zum Propeller mit Propellerfett. Die Dichtung im Federgehäuse sollte ca. alle 4 Jahre gewechselt werden. Wenn Sie eine Gummistopfbuchse an der Propellerwelle haben, z.B. „Black Jack“, sollte diese regelmäßig alle sieben Jahre gewechselt werden.

 

 

Nach dem Zuwasserlassen können manchmal verschiedene Probleme auftreten.

Hier ist eine kurze Zusammenfassung einiger häufiger Fragen, die wir im Frühling erhalten.

Der Motor wird heiß

Wenn die Kapazität des Kühlsystems beeinträchtigt ist, erhält der Motor nicht genügend Kühlung. Dies führt dazu, dass der Motor zu heiß wird und Schäden auftreten können. Überprüfen Sie den Seewassereinlass, den Seewasserfilter, den Impeller und den Thermostat. Der Thermostat kann getestet werden, indem er entfernt und in heißes Wasser mit einem Thermometer gelegt wird. Vergleichen Sie die Öffnungstemperatur mit der Spezifikation. Wenn die Werte nicht übereinstimmen, muss der Thermostat ausgetauscht werden.

Motor erreicht keine hohe Drehzahl

Dieses Problem tritt besonders bei Booten mit Benzinmotoren auf und kann entweder auf eine unzureichende Kraftstoffzufuhr aufgrund eines verstopften Filters oder auf eine falsch eingestellte Zündung zurückzuführen sein. Das Rezept ist, den Kraftstofffilter zu wechseln und die Zündung mit einem Stroboskop einzustellen. Wenn das nicht hilft, sollten Zündkerzen gewechselt und Rotor/Verteiler überprüft werden. Die Kompression ist wichtig und sollte in allen Zylindern gleich sein. Dies kann auch durch eine falsche Propellersteigung beeinflusst werden. Stellen Sie sicher, dass die richtige Steigung vorhanden ist. Konsultieren Sie Ihren nächstgelegenen autorisierten Servicetechniker.

 

Checkliste für das Boot

  1. Gasanlage: Gas funktioniert hervorragend, wenn die Anlage in gutem Zustand gehalten wird. Überprüfen Sie sie jährlich. Gummischläuche und Dichtungen altern und sollten regelmäßig gewechselt werden.
  2. Propeller: Überprüfen Sie, ob der Propeller intakt ist, ob die Anoden noch ausreichend Materialstärke haben und ob der Propeller richtig sitzt. Ein beschädigter oder schlecht befestigter Propeller kann schwerwiegende Probleme verursachen.
  3. Durchführungen und Schläuche: Durchführungen sind häufige Leckagequellen. Tasten Sie sie von innen ab, um sicherzustellen, dass sie fest sitzen. Überprüfen Sie, ob die Schläuche intakt sind und ob doppelte, gegenläufige Schlauchschellen vorhanden sind, wo erforderlich.
  4. Impeller: Der Impeller treibt den Seewasserfluss im Kühlkreislauf an. Das Wasser durchläuft den Wärmetauscher, wo das Frischwasser des Motors gekühlt wird, und wird dann zum Abgaskrümmer geleitet, um das Abgassystem zu kühlen. Wechseln Sie den Impeller gemäß Empfehlung und überprüfen Sie den Durchfluss bei der Probefahrt.
  5. Öl, Kraftstoff und Glykol: Öl und Filter werden normalerweise im Herbst bei warmem Motor gewechselt. Vor der Saison: Bestätigen Sie den Füllstand in Motor und Wendegetriebe. Schrauben Sie den Ölablassstopfen am Boden des Antriebs heraus und lassen Sie ein paar Tropfen ab – die Farbe sollte klar und goldbraun sein. Grau oder trüb deutet auf Wassereintritt hin; dann müssen das Öl gewechselt und die Dichtungen repariert werden.
  6. Freiboard – Polieren und Wachsen: Dies führt schnell zu sichtbaren Ergebnissen und schützt das Gelcoat vor UV-Strahlung. Zuerst mit einem weichen Schwamm und alkalischem Reinigungsmittel waschen – von unten nach oben, damit der Schmutz von der sauberen Oberfläche abläuft. Anschließend polieren und wachsen.
  7. Unterwasseranstrich: Bewuchs in Form von Schleim, Gras und Muscheln bremst das Boot, verschlechtert die Manövrierfähigkeit und erhöht den Kraftstoffverbrauch. Kratzen Sie lose Farbe ab, bevor Sie streichen. Es gibt zwei Haupttypen von Unterwasserfarben:
    Chemisch wirkend – gibt Substanzen ab, die von Wasserorganismen nicht gemocht werden.
    Physikalisch wirkend – erzeugt eine Oberfläche, an der Organismen schlechter haften.